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GrindingHub 2026: Vollmer steigert Effizienz in der Werkzeugbearbeitung mit Automatisierung und KI 12.03.2026

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Auf der GrindingHub 2026 präsentiert sich die VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH als kompetenter Partner für die Werkzeugfertigung. In Halle 7, Stand D71 zeigt der Biberacher Schärfspezialist sein umfassendes Portfolio an Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen für die effiziente Bearbeitung ultraharter Schneidstoffe wie PKD, CVD-Diamant, PcBN oder Hartmetall. Im Fokus stehen automatisierte Fertigungskonzepte, digitale Lösungen und der gezielte Einsatz künstlicher Intelligenz (KI).

Hybrides Maschinenkonzept als Schlüssel zur Effizienz

Mit Blick auf steigende Anforderungen an Präzision und Wirtschaftlichkeit setzt Vollmer gezielt auf das hybride Maschinenkonzept der VHybrid 260, das mechanische Schleifprozesse mit kontaktloser Erodiertechnologie sowie digitalen Lösungen in einer einzigen Maschine vereint. Die VHybrid 260 steht dabei nicht nur für die Kombination mehrerer Schärftechnologien, sondern bildet zugleich die Grundlage für durchgängig digitalisierte und automatisierte Fertigungsprozesse.
Ein zentrales Element ist der Vpulse-EDM-Generator, der die hochpräzise Fertigung selbst kleinster Mikrowerkzeuge mit Durchmessern von 0,2 Millimetern ermöglicht. Beim Erodieren lassen sich Oberflächengüten von bis zu 0,05 μm Ra erzielen. Zudem können Schneidkantenradien bis zu 1,5 μm erzeugt werden. Dies kann dazu führen, dass auf das nachgelagerte Schleifen von Funktionsflächen verzichtet werden kann, Toleranzrisiken beim Umspannen sowie zusätzliche prozessintensive Arbeitsschritte werden vermieden und die gesamten Produktionskosten deutlich reduziert.

Auf der GrindingHub 2026 zeigt Vollmer sein Portfolio an Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen, mit denen Kunden ultraharte Schneidstoffe wie Hartmetall, PKD, CVD-Diamant oder PcBN bearbeiten können. Mit Blick auf mehr Effizienz sind es vor allem auch hybride Maschinen, um Werkzeuge schneller und mit höherer Qualität zu schärfen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Vollkopf-PKD-Werkzeugen mit komplexen Geometrien: In einer Aufspannung lassen sich die Konturen im Hartmetall schleifen und zudem die Schneidkanten im PKD-Kopf erodieren. Dieses Vorgehen verkürzt nicht nur die Haupt- und Nebenzeiten, sondern gestaltet auch den Übergang
zwischen PKD-Kopf und Hartmetallrohling so gut wie nahtlos – ohne Unebenheiten oder Stufen.

Insbesondere beim Runderodieren spielt die VHybrid 260 ihre Stärken aus. Das kontaktlose, hochpräzise Verfahren erlaubt eine wirtschaftliche Bearbeitung. Davon profitieren vor allem Mikrowerkzeuge, bei denen Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität und reproduzierbare Prozesse entscheidend sind. Die Kombination aus Rundschleifen und Runderodieren ermöglicht die Fertigung kleinster Werkzeugdurchmesser mit hoher Präzision, Prozesssicherheit und Effizienz – in einer durchgängigen, automatisierten Prozesskette.

Prozess zur Erzeugung definierter Rundfasen

Bei Bohrwerkzeugen erweist sich eine Rundfase aus mehreren Gründen als zweckmäßig. Scharf erodierte Schneidkanten können in verschiedenen Anwendungsszenarien zu Problemen führen – insbesondere im Bereich der PKD-Bohrwerkzeuge. Eine Schneidkante ohne Rundfase kann zu instabilen Schnitten, erhöhtem Verschleiß, verminderter Zuverlässigkeit des Werkzeugs sowie zu einer Verschlechterung der Werkstückqualität führen.

Durch eine Rundfase wird nicht nur eine definierte Schneidkantenkontur mit reduzierter Schartigkeit erzeugt, sondern auch die Stabilität der Schneide sowie die Oberflächenstruktur und -rauheit im Bereich der Schneidkante verbessert. Dies führt zu längeren Standzeiten, erhöhter Prozesssicherheit und einer besseren Qualität des bearbeiteten Werkstücks. Durch die Integration der Rundfasenbearbeitung auf der VHybrid 260 wird den Anwendern eine Komplettbearbeitung auf einer Maschine ermöglicht. Die Geometriebearbeitung und das Herstellen der Rundfase - egal ob erodiert oder geschliffen - sind innerhalb einer Aufspannung realisierbar. Durch die Integration des LaserChecks kann zudem ein Closed-Loop-Verfahren realisiert werden, sodass während der Bearbeitung keine manuellen Anpassungen erforderlich sind.

Automatisierung und Digitalisierung für die 24/7-Fertigung

Unabhängig von der eingesetzten Schärftechnologie sind alle Vollmer Maschinen konsequent für eine automatisierte 24/7-Fertigung ausgelegt. Zentrale Robotersysteme übernehmen die Beladung über Wagen, Palettenlader oder Kettenmagazine und überwachen die vollautomatische Komplettbearbeitung. Ein neu entwickelter ND-Greifer mit automatisch besser verstellbarem Greiferdurchmesser erweitert die Möglichkeiten in der Werkzeughandhabung deutlich. Durch die flexible Anpassung an unterschiedlichste Werkzeugtypen erhöht er sowohl die Prozesssicherheit als auch die Vielseitigkeit im Einsatz. Gleichzeitig trägt die innovative Lösung dazu bei, die Effizienz in der automatisierten Beladung spürbar zu steigern. Über eine zentrale IoT-Plattform werden Maschinen- und Produktionsdaten erfasst, analysiert und verwaltet. Das webbasierte VPortal fungiert als zentrale Informations- und Serviceplattform und bietet Anwendern einen transparenten Überblick über Dokumentationen und Serviceinformationen. Ergänzend bündelt der Smart Hub Produktions- und Maschinendaten intelligent und bereitet diese für weiterführende Analysen auf. KI-gestützte Algorithmen sowie ein intelligenter Chatbot unterstützen Anwender bei der Auswertung von Dokumentationen und historischen Daten und liefern relevante Informationen zur Maschinenauslastung, zu produzierten Stückzahlen oder zu Ausschussquoten.

KI und Digitalisierung als Chance für den Mittelstand

„Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet die Verbindung aus hybrider Maschinentechnologie, Digitalisierung und KI große Chancen“, sagt Tobias Trautmann, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Prozesse 5 lassen sich transparenter gestalten, Stillstände reduzieren und Ressourcen gezielter einsetzen. Mit der VHybrid 260 schaffen wir eine Plattform, auf der unterschiedliche Schärftechnologien, digitale Lösungen und KI-Anwendungen nahtlos zusammenwirken und die Fertigungsprozesse messbar optimieren.“

Maschinenportfolio live auf der GrindingHub

Auf der GrindingHub 2026 stellt Vollmer Werke darüber hinaus weitere Lösungen aus seinem aktuellen Maschinenprogramm vor. Dazu zählen unter anderem die VLaser 370 in einer automatisierten Ausführung sowie die VGrind Infinity linear. Abgerundet wird der Messeauftritt durch die Modelle CS 860 und CP 650 sowie die KSC560-B der Tochtergesellschaft Loroch.

Presse-Kontakt

Ingo Wolf
Marketing Services
AdresseEhinger Straße 34 // 88400 Biberach/Riß